Ein Yogastudio, das sich selbst verwaltet.
Gute Technik erkennt man manchmal daran, dass man sie nicht bemerkt.
Eine Yogalehrerin sollte sich auf ihre Kurse und ihre Schüler konzentrieren können. Nicht darauf, wie sie ihre Website aktualisiert, Buchungen organisiert oder Daten zwischen verschiedenen Systemen verwaltet.
01Die Ausgangslage
Am Anfang stand eine einfache Baukasten-Website, die ich für Majbritt erstellt hatte. Sie funktionierte als digitale Visitenkarte, aber für Kursänderungen und neue Angebote brauchte es regelmäßig meine Unterstützung.
Der Buchungskalender kam von einem externen Anbieter. Er erfüllte seinen Zweck, passte gestalterisch jedoch nicht wirklich zur Website und ließ wenig Raum für eigene Ideen.
Also habe ich angefangen, mich mit einer Alternative zu beschäftigen.
02Die Idee
Eigentlich wollte ich nur einen besseren Kalender bauen. Einen, der sich selbstverständlich in die Website einfügt und den Majbritt selbst bedienen kann.
Neue Kurse sollten über eine einfache Eingabemaske angelegt werden können, ohne dass sie sich Gedanken über Gestaltung, Technik oder den Aufbau der Website machen muss.
Die Idee war überschaubar. Was daraus werden würde, war es nicht.
03Der Weg
Mit meinem Hintergrund im Marketing habe ich mir angesehen, wie Yogastudios in Städten wie New York oder Paris ihre Angebote präsentieren und organisieren.
Gleichzeitig beschäftige ich mich intensiv mit künstlicher Intelligenz. Sie hat mir die Möglichkeit eröffnet, Ideen nicht nur zu sammeln, sondern selbst auszuprobieren und weiterzuentwickeln.
Aus einem Kalender wurde Schritt für Schritt ein Buchungssystem. Dazu kamen Fünfer- und Zehnerkarten, automatisierte Abläufe über Make, eine Datenverwaltung mit Airtable und schließlich ein eigenes Dashboard.
Mit jeder neuen Funktion entstanden weitere Ideen. Manche waren sofort sinnvoll, andere für ein kleines Yogastudio noch eine Nummer zu groß.
Dabei wurde mir klar: Nicht alles, was technisch möglich ist, muss auch umgesetzt werden. Entscheidend ist, was im Alltag wirklich hilft.
04Das Ergebnis
Heute kann Majbritt ihre Website und ihr Kursangebot weitgehend selbstständig verwalten.
Sie kann Kurse anlegen, verändern oder absagen, Teilnehmer umbuchen und Zahlungseingänge kontrollieren. Das Dashboard zeigt ihr außerdem Kundenhistorien, Umsätze und Buchungen. Auch Gutscheine sowie Fünfer- und Zehnerkarten gehören zum System.
Neue Kurse erscheinen automatisch in der festgelegten Gestaltung der Website. Die technischen Abläufe im Hintergrund bleiben für Majbritt weitgehend unsichtbar.
Aus einer digitalen Visitenkarte ist ein Werkzeug geworden, mit dem sie ihr Yogastudio selbstständiger organisieren kann.
05Was noch möglich ist
Die Website ist längst ein funktionierendes Werkzeug. Aber für mich ist sie noch immer ein Experimentierfeld voller Möglichkeiten.
Ich denke beispielsweise über eine digitale Kursbibliothek nach oder über intelligente Vorschläge zur Vorbereitung neuer Yogastunden. Nicht jede Idee wird umgesetzt werden. Und manche Dinge möchte Majbritt ganz bewusst selbst machen.
Gerade das macht die Weiterentwicklung interessant: herauszufinden, wo Technik tatsächlich unterstützt und wo sie besser im Hintergrund bleibt.
Denn die Website ist für mich kein abgeschlossenes Projekt. Sie wächst mit den Ideen und den Menschen, für die sie entwickelt wurde.
Projektinformationen
- Jahr
- 2026
- Projekt
- Website, Buchungs- und Verwaltungssystem
- Mein Beitrag
- Konzeption · Art Direction · User Experience · Prozessgestaltung · KI-gestützte Entwicklung · Automatisierung · Testing & Qualitätssicherung
- Technologien & Werkzeuge
- Anthropic Claude · OpenAI / ChatGPT · Airtable · Make · Netlify
- Website
- gilleleje.yoga